»Meinen Mund schließt nur der Tod« Mathias Thesen (1891-1944)

 

Manfred Tietz

»Meinen Mund schließt nur der Tod« Mathias Thesen (1891-1944)

Eine biografische Dokumentation

 

228 S., broschiert, zahlreiche Abbilungen
16,90 Euro
ISBN 978-3-89144-392-7

 

Der Duisburger KPD-Reichstagsabgeordnete Mathias Thesen ging einen glaubwürdigen Weg für Frieden und Freiheit. Die Nazis sahen ihn als ihren Hauptgegner in Duisburg und an der Wasserkante – auch noch, als er hinter Gittern und Stacheldraht gefangen war. Wegen »versuchter Meuterei und Aufwiegelung« wurde er daher im KZ Sachsenhausen hingerichtet. Ein SS-Exekutionskommando erschoss ihn und weitere 26 deutsche und französische Mithäftlinge am 11. Oktober 1944. Sein Ende hatte Mathias Thesen zehn Jahre zuvor vorausgesehen. Aus dem KZ Hamburg-Fuhlsbüttel schrieb er »Meinen Mund schließt nur der Tod«.
Der Schriftsteller Willi Bredel (1901-1964), Thesens Mithäftling im KZ Fuhlsbüttel, setzte ihm schon zur Zeit der Nazidiktatur ein erstes literarisches Denkmal. »DIE PRÜFUNG«, ein authentischer Dokumentar-Roman, erschien Ende 1934 in Prag. Unter dem Pseudonym Thorsten schildert Bredel hier »das Heldentum des Reichstagsabgeordneten Mathias Thesen«.

Ein weiteres publizistisches Denkmal setzte ihm Prof. Saul Padover (1905-1981), Deutschlandberater des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. »EXPERIMENT IN GERMANY…« erschien 1946 in New York und London. Ein längeres Kapitel dieses politisch-authentischen Geschichtswerks widmete Padover den Brüdern Mathias und Georg Thesen. Hier vergaß Padover, der als ranghoher Intelligence-Service Officer die »Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/1945« führte, sein Befremden über die Larmoyanz, die unbelehrbare Arroganz und Unterwürfigkeit der »deutschen Herrenmenschen«: »Thesen war eine Überraschung…«.