Deutschland und das skandinavische Modell

 

Andreas Oppacher

Deutschland und das
skandinavische Modell

Der Sozialstaat als Wohlstandsmotor

2010, 144 S., 27 Darstellungen, broschiert
14,90 Euro

ISBN 978-3-89144-426-9

 

Der Glanz ist verflogen im Wirtschaftswunderland. Die Löhne steigen nicht mehr, die Renten verschlechtern sich von Jahr zu Jahr, die Armut wächst kontinuierlich an und macht auch nicht mehr vor dem arbeitenden Teil der Bevölkerung Halt. Das Wirtschaftswachstum hat sich merklich abgeschwächt und hängt nur noch am Tropf des Außenhandels.

Im Norden Europas haben diese Veränderungen, die häufig als unausweichliche Folgen der Globalisierung dargestellt werden, so nicht stattgefunden. Auch in den skandinavischen Ländern ist die Exportwirtschaft stark, doch werden gleichzeitig hohe Löhne bezahlt. Die Beschäftigungssituation ist vergleichsweise günstig. Da außerdem Beruf und Familie dort gut vereinbar sind, ist die Teilnahme der Frauen am Arbeitsmarkt besonders stark ausgeprägt. Die Armut ist gering, das Bildungsniveau hoch und die Renten erlauben in der Regel eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Der große Unterschied: In Skandinavien wurde im Gegensatz zu Deutschland in den vergangenen 25 Jahren kein radikaler Abbau des Sozialstaats betrieben. Noch immer sorgt dort ein starker Staat für eine stabile Binnenkonjunktur und fördert Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Für viele unserer drängenden Probleme bieten die nordischen Länder Lösungen und Anregungen.

Der Autor legt erstmalig im deutschen Sprachraum eine vergleichende Analyse der Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland vor, die besonders auch für Einsteiger in dieses Thema geeignet ist. Zahlreiche grafische Darstellungen erhöhen die Anschaulichkeit der Analyse.