Der türkisch-kurdische Konflikt

 

Martin Dolzer

Der türkisch-kurdische Konflikt

Menschenrechte – Frieden – ­Demokratie in einem europäischen Land?

201 S., 20 Abb., Br., 19,90 EUR

ISBN 978-3-89144-429-0

Die historischen Wurzeln heutiger Ereignisse und die Politiken der beteiligten politischen Akteure zu analysieren hilft, die Kurdistanpolitik in der Türkei verstehen zu können und Lösungsvorschläge zu bewerten.

Dieses Buch soll dazu beitragen, eine differenziertere Sichtweise des türkisch-kurdischen Konflikts zu eröffnen und das Schweigen über gravierende Menschenrechtsverletzungen und den andauernden Krieg des türkischen Militärs brechen.

Neben der praktizierten Kriegs- und Assimilationspolitik des türkischen Staates sind dabei türkischer Nationalismus, rassistische Herangehensweisen und die Rolle des Militärs genauso Thema wie das Agieren der kurdischen Bevölkerung und die Politik der kurdischen Bewegung.

In diesem Rahmen wird auch die, hauptsächlich auf wirtschaftlichen Interessen beruhende Politik deutscher und internationaler Regierungen kritisch beleuchtet.

Die skizzierten Lösungsvorschläge reichen von einigen kulturellen Zugeständnissen unter Aufrechterhaltung der Leugnung der politischen Willensäußerungen der kurdischen Bevölkerung und einer Vernichtungspolitik gegenüber der PKK seitens der türkischen Regierung, bis hin zu der, auf vielen Ebenen der kurdischen Seite und in einigen Gremien der EU diskutierten, Einrichtung einer Wahrheitskommission zur Aufarbeitung des Konflikts und damit zusammenhängenden Amnestie-, Friedens- und Demokratisierungsperspektiven.

Martin Dolzer, geb. 1966 in Kiel, Diplom Soziologe, Öffentlichkeitsreferent in einem Anwaltsbüro und freier Journalist.

Seit 10 Jahren intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Türkei und Kurdistanpolitik. Teilnehmer an Menschenrechtsdelegation und Forschungsreisen in die Türkei, die kurdischen Provinzen des Landes und in den Irak.