Bis ans Ende der Erinnerung. Als belgischer »Nacht & Nebel-Gefangener« durch die Emslandlager ins KZ Flossenbürg

 

Henk Verheyen

Bis ans Ende der Erinnerung. Als belgischer »Nacht & Nebel-Gefangener« durch die Emslandlager ins KZ Flossenbürg

 

2009, 205 S., 37 Abb., Gb., ISBN 978-3-89144-421-4, 16,90 Euro

 

Hendrik Josef M. Verheyen, geboren 1925 in Berchem-Antwerpen, als Schüler Mitglied einer Widerstandsgruppe am Sint Jan Berchman’s College, am 27. Juni 1943 zusammen mit 23 Gleichaltrigen verhaftet. Von diesen »Nacht&Nebel;«-Gefangenen überlebten nur acht ihren Weg.durch deutsche Gefängnisse und KZ.

Henk Verheyen kam nach Verhören und Folterungen im Gestapo-Gefängnis in Antwerpen über Essen in das KZ Esterwegen VII, von dort Mitte Mai 1944 ins Zuchthaus Groß-Strehlitz und Brig, dann in ein Außenlager des KZ Groß-Rosen (Schlesien), von dort Anfang April ins KZ Flossenbürg, wo er am 20. April auf den Todesmarsch getrieben wurde. Am 23. April bei Cham in Ostbayern von der US-Army befreit, kehrte er nach Antwerpen zurück, Studium, Beamter und zuletzt Kabinettschef des Hafensenators von Antwerpen.

Schon als er einen ersten Zeitungsartikel über seine Erlebnisse in deutschen Gefängnissen und KZ verfasst, ringt er mit seiner ERINNERUNG: Was geschah ihm? Was weiß er davon? Was gibt ihm seine Erinnerung preis? Kann sein Gedächtnis vor der Faktizität bestehen oder zeigt sich diese als Ende der persönlichen Erinnerung, die selbst ohne Folgen bleibt? Der Verfasser versucht 1949 mit einer Schilderung als altgermanische »Sage«, 40 Jahre später mit der »Promenade« (1986) und zuletzt mit der Rückkehr ins »Sanatorium« (1994) eines deutschen KZ seine Erinnerung so »wahr« und authentisch wie möglich darzustellen. Der vorliegende Band vereint die Veröffentlichungen von 1949 und 1994 sowie Ausschnitte aus der »Promenade« jeweils mit den Original-Illustrationen von Leo Lewi und Henk Verheyen.