Angriff der Heuschrecken

 

Jürgen Elsässer

Angriff der Heuschrecken

Zerstörung der Nationen
und globaler Krieg

 

222 S., broschiert
17,90 Euro
ISBN 978-3-89144-394-1

Zu Beginn der neunziger Jahre verkündete Präsident George Bush der Ältere die
Neue Weltordnung. Keine zwei Jahrzehnte später herrschen auf dem Planeten Zustände,
als ob ein Angriff von Aliens stattgefunden hätte: Eröffnung immer neuer
Fronten, Hunderttausende getötet, Millionen auf der Flucht, über eine Milliarde
hungert.Die einzig verbliebene Supermacht duldet neben sich keine andere Nation. Wer
sich nicht fügt, wird zum Schurkenstaat erklärt und militärisch zerschlagen. Wer
sich fügt, muß Militärbasen dulden und seine Souveränität dem Imperium abtreten.
Wie vor hundert Jahren entstehen rund um den Globus Kolonien und Halbkolonien
– sowie Konzentrationslager für die renitenten Eingeborenen.Gegen diesen Weltkrieg, so fordert der Autor, muß die nationale Souveränität verteidigt
werden: in Afghanistan und Iran wie in Frankreich und Deutschland.
Dieses Buch verspricht keine wissenschaftliche Abhandlungen, sondern eine bewaffnete Kommandoaktion. Es will den Leser begeistern, aufregen, empören, ihm
schlaflose Nächte bereiten. Es wird an historischen und aktuellen Fakten zusammengeraubt,
was die Handlung vorantreibt. Es wird auf der Hüfte geschossen – auf
alles, was sich bewegt. Gefangene werden nicht gemacht. Die Schurken werden
liquidiert, den Mühseligen und Beladenen wird Trost gespendet.

Kapitel 1: Angriff der Aliens
Wie der Kapitalismus seine Produktionsgrundlagen vertilgt und die menschliche
Arbeitskraft ausspuckt – und einen denationalisierten Ultra-Imperialismus zeugt
Der Anbruch einer antinationalen Epoche verweist auf tiefe Brüche in den wirtschaftlichen
Grundlagen des Weltsystems. Im ersten Kapitel wird aufgezeigt, daß es sich
bei der Globalisierung nicht um ein Optimierungs-, sondern um ein Selbstmordprogramm
des Kapitalismus handelt. Die Fundamente des Ware-Geld-Verhältnis sind
zerrüttet. Seit dem 11. September 2001 hat die US-Notenbank Federal Reserve mehr Dollars in den Umlauf gepumpt als in den über
200 Jahren zuvor. Der Wert des Greenback ist nur noch durch militärische Erpressung gedeckt – bis alles in Scherben fällt.

Kapitel 2: Im Imperium der Minderheiten
Über Michel Foucault und Toni Negri und ein bißchen über Britney Spears: Wie die Achtundsechziger lernten, das Imperium zu
lieben
Postnationalen Geisterfahrer – ein Tor d’horizon von 1968 bis heute mit einer ausführlichen Kritik des pseudo-linken Bestsellers
„Empire“ und einen Provokationen über die Multikulti-Strategie des Großkapitals.

Kapitel 3: Die Klugheit der Samurai
Die Globalisierung als „nicht umkehrbarer Prozeß“? Dagegen steht die Theorie von Karl Marx – und fernöstliche Weisheit. Der japanische Philosoph Toyota hat eine Ökonomik entwickelt, die gar nicht so weit von der Ökonomie Karl Marx’ entfernt ist. Beide
dementieren das Gerede von der „alternativlosen“ Globalisierung, das derzeit von den Großkonzernen über die linke Mitte bis hin zu
manchen Autonomen nachgebetet wird.

Kapitel 4: Micky Mouse trifft Adolf Hitler
Der nationalistische Faschismus ist passé – sein postmoderner Bastard ist globalistisch.
Dieses Schlüsselkapitel zeigt die Charaktermasken des neuen Ultraimperialismus in Aktion: Die US-amerikanischen Neokonservativen,
die tonangebende Fraktion im Pentagon, arbeiten seit 9/11 gezielt auf einen Weltkrieg hin. In Deutschland werden sie publizistisch
auch durch ehemalige Linke (sogenannte „Antideutsche“) unterstützt. Im Innern der USA wird Demokratie Zug um Zug abgeschafft
– ein Putsch der Schattenregierung um Vizepräsident Dick Cheney droht. Im Unterschied zum klassischen Faschismus hat die neue
Barbarei kein nationalistisches, sondern ein globalistisches Profil. Und: Antiislamismus ist heute die wichtigste Haßideologie – nicht
mehr Antisemitismus. Dies muß Auswirkungen haben auf den antifaschistischen Kampf.

Kapitel 5: Alle Macht dem Volke
Schluß mit Realo-Anpasserei und Fundi-Dogmatismus: Die Linke kann nur mit einer populistischen Strategie an die Macht kommen
Das Kapitel vergleicht verschiedene Möglichkeiten, wie sich progressive Regierungen zwischen Peking, Brasilia und Caracas gegen
den Neoliberalismus wehren. Auch in Deutschland könnten die Sozialisten wieder eine geschichtsmächtige Kraft werden, wenn sie
mit Fundi-Dogmatismus ebenso brächen wie mit Realo-Spielereien und sich endlich der Mehrheit der Bevölkerung zuwendeten,
statt sich auf die Probleme von Randgruppen zu kaprizieren. Mit einer populistischen Strategie könnten sie die Politikverdrossenen
ansprechen, die die anderen Parteien längst aufgegeben haben: Alle Macht dem Volke, verjagt die Heuschrecken, Schluß mit dem
Gehorsam gegenüber Washington – das ist die Melodie, die die Verhältnisse zum Tanzen bringen wird.

Kapitel 6: Was tun?
Im Zeitalter der Globalisierung stellt sich die nationale Frage neu – auch in Deutschland. Wer sich von dieser Ankündigung nicht
schrecken läßt, wird mit einem Abriß zur nationalen Frage von Marx über Lenin bis zu Peter Hacks und Oskar Lafontaine belohnt.
„Man muß die Bande überraschen!“, wie Hacks gesagt hat.

Jürgen Elsässer hat mehr als ein Dutzend Bücher über internationale Politik verfaßt, die auch auf Französisch, Italienisch, Japanisch und Serbisch übersetzt wurden.

Stimmen zu Elsässers letzten Werken

»Marxismus reloaded« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Solche Eröffnungen gehen unter die Haut« (Deutschlandfunk)

»Verschwörungstheoretiker« (Spiegel)

»Spannend wie ein Thriller« (Junge Welt)

»Eine Goldgrube an Enthüllungen« (Jean-Pierre Chevènement, langjähriger französischer Minister)